13.09.2021
Wirtschaftsförderung Arnsberg

Direkte Zuschüsse

Kann ich zur Überbrückung umsatzfreier Zeiten aufgrund des Lockdowns direkte finanzielle Zuschüsse beantragen?

Ja. Hier gab bzw. gibt es verschiedene Instrumente.

-> Aktuell:

„Härtefallhilfe“ NRW

Die Härtefallhilfen unterstützen Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie in Not geraten sind, im besonderen Einzelfall. Sie richten sich speziell an solche Unternehmen, bei denen die bestehenden Corona-Hilfen des Bundes, der Länder und der Kommunen nicht greifen, zum Beispiel die Überbrückungshilfen, die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe.

Die Härtefallhilfe NRW wird auf Basis einer Einzelfallentscheidung in Form einer Billigkeitsleistung im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel gewährt. Auf die Gewährung der Leistungen besteht kein Rechtsanspruch. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte.

Die Härtefallhilfe ist subsidiär zu den bestehenden Corona-Hilfsangeboten von Bund, Ländern und Kommunen. Sie kann nur dann gewährt werden, wenn bestehende Hilfsprogramme nicht greifen. Zudem muss eine absehbare Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz vorliegen. Die Höhe der Unterstützungsleistung orientiert sich an den förderfähigen Tatbeständen der Überbrückungshilfe III, das heißt einer Erstattung von Fixkosten.

Hier gibt es weitere Informationen sowie das Antragsformular:

https://www.haertefallhilfen.de

https://www.wirtschaft.nrw/haertefallhilfe-nrw

"Überbrückungshilfe III" + "Neustarthilfe"

Die Antragstellung für die "Überbrückungshilfe III" (vormals "Überbrückungsgeld 3. Phase") ist freigeschaltet und online.

Unternehmen, die von der Corona Pandemie und dem aktuellen Teil-Lockdown stark betroffen sind, können für die Zeit bis Ende Juni 2021 staatliche Unterstützung in Höhe von monatlich bis 1,5 Millionen Euro erhalten. Diese muss nicht zurückgezahlt werden. Die endgültige Entscheidung über die Anträge und die reguläre Auszahlung durch die Länder wird ab März erfolgen. Bis dahin können Unternehmen Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro pro Fördermonat erhalten. Die ersten Abschlagszahlungen mit Beträgen von bis zu 400.000 Euro starten ab dem 15. Februar 2021.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III erfolgt über die bundesweit einheitliche Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte. Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

Soloselbständige, die nur geringe Betriebskosten haben, können im Rahmen der Überbrückungshilfe III die „Neustarthilfe“ beantragen. Eine Antragstellung für die Neustarthilfe ist voraussichtlich noch im Februar möglich.
Mit diesem einmaligen Zuschuss von maximal 7.500 Euro werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist.
Die Neustarthilfe beträgt in der Regel 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019. Für Antragstellende, die ihre selbständige Tätigkeit erst ab dem 1. Januar 2019 aufgenommen haben, gelten besondere Regeln. Der Zuschuss wird als Vorschuss ausgezahlt, bevor die tatsächlichen Umsätze im Förderzeitraum feststehen. Erst nach Ablauf des Förderzeitraums, also ab Juli 2021, wird auf Basis des endgültig realisierten Umsatzes der Monate Januar bis Juni 2021 die Höhe des Zuschusses berechnet, auf den die Soloselbständigen Anspruch haben. Soloselbständige dürfen den Zuschuss in voller Höhe behalten, wenn sie Umsatzeinbußen von über 60 Prozent zu verzeichnen haben. Fallen die Umsatzeinbußen geringer aus, ist der Zuschuss (anteilig) zurückzuzahlen.

Im Rahmen der Neustarthilfe können auch Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, die kurz befristete Beschäftigungsverhältnisse von bis zu 14 zusammenhängenden Wochen ausüben, sowie unständig Beschäftigte mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen von unter einer Woche berücksichtigt werden.

Ab Mitte April 2021 sind auch Direktanträge für Personengesellschaften möglich +++ Seit dem 30. März können auch Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften Neustarthilfe erhalten +++ Alle Infos dazu auf o.a. Website

Soloselbständige oder Soloselbstständige mit Personengesellschaft können den Antrag direkt oder über einen prüfenden Dritten stellen. Kapitalgesellschaften müssen den Antrag über einen prüfenden Dritten stellen. Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Die Antragsfrist für die „Neustarthilfe“ endet am 31. August 2021.

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Bereits ausgelaufen sind bzw. in der Abwicklungsphase befinden sich folgende Maßnahmen:

 

„Corona November- und Dezemberhilfe“

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützte Unternehmen, Selbständige und Vereine, die von den Schließungen ab 2. November 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen waren.

Für die Dauer der Schließungen im November bzw. Dezember 2020 erhielten Betroffene einen einmaligen Zuschuss von bis zu 75 Prozent des jeweiligen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019. Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. April 2021. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Die Korrektur der IBAN ist bis zum 31. Juli 2021 möglich.

Überbrückungshilfe 2. Phase: Fördermonate September bis Dezember 2020

Die Überbrückungshilfe II unterstützte kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige, Freiberufler, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die von April bis August 2020 UND im Förderzeitraum September bis Dezember 2020 hohe corona-bedingte Umsatzeinbußen hatten, bei der Deckung von Fixkosten im Förderzeitraum September bis Dezember 2020. Die Antragsfrist endete am 31. März 2021. Änderungsanträge können bis zum 31. Mai 2021 gestellt werden.

Überbrückungshilfe 2. Phase: Fördermonate September bis Dezember 2020

Überbrückungshilfe 1. Phase: Fördermonate Juni bis August 2020

NRW-Soforthilfe 2020

Anträge für die NRW-Soforthilfe 2020 konnten vom 27. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden. Aufgrund der aktuellen Situation wird sich die Wiederaufnahme der Rückmeldungen zur NRW-Soforthilfe 2020 noch etwas verzögern. Dies wird ganz überwiegend im Interesse der Empfänger liegen.

Ende November erhalten daher alle Soforthilfe-Empfänger eine Mail von der E-Mailadresse noreply@soforthilfe-corona.nrw.de, die ihnen die Möglichkeit eröffnet, noch im laufenden Jahr abzurechnen und gegebenenfalls zu viel erhaltene Mittel zurückzuzahlen. Wer sich für diese Option entscheidet, erhält mit einem Klick Zugriff auf die sog. Berechnungshilfe sowie das Rückmelde-Formular. Alle anderen brauchen zunächst einmal nichts weiter zu unternehmen.

Bis zum Erhalt dieser E-Mail bittet das Land NRW noch um ein wenig Geduld. Auf jeden Fall sollten Betroffene bis zum Start des Rückmeldeverfahrens von Rücküberweisungen an die Bewilligungsbehörden oder an die Landeskasse absehen. Die Abrechnung soll demnach im Frühjahr 2021 erfolgen, für eine mögliche Rückzahlung besteht bis zum Herbst 2021 Zeit.

Konkrete Fragen und Antworten zum derzeit laufenden Rückmeldeverfahren gibt es hier:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020-rueckmeldeverfahren

Stets aktuelle Informationen gibt es hier:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Telefon: 0211-7956 4995

E-Mail: soforthilfe-rueckmeldung@mwide.nrw.de

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Zusätzlich gibt bzw. gab es spezielle Hilfen für Kulturschaffende:

-> Aktuell:

Aktuell werden vom Land bzw. der Bezirksregierung Arnsberg einzelne Kultureinrichtungen angeschrieben, um diese gezielt und individuell unterstützen zu können.

Andere Programme zur allgemeinen Unterstützung Kulturschaffender aufgrund der Corona-Pandemie sind aktuell ausgelaufen.

Bereits ausgelaufen:

NRW-Stärkungspaket "Kunst und Kultur" für Kultureinrichtungen

„Auf geht’s!" Das Stipendienprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler